Lorenz Sidler

Lorenz Sidler am arbeiten
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Im Bergwaldprojekt geht es nicht nur um Arbeit – sondern darum, dass Menschen den Wald wirklich erleben.

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Lorenz Sidler, Zivildienstleistender

Lorenz Sidler

Beruf: angehender Student im Zwischenjahr

Hobbies: Wandern, Skifahren, Mountainbike, Fussball

Lieblingsbaum: Japanischer Ahorn und Nussbaum

Lieblingswaldmoment: Als Kind baute ich mit meinem Götti ein Baumhaus in unserem Nussbaum im Garten. Dort und unter dem Baum habe ich unzählige Stunden verbracht.

 

Lorenz Sidler absolvierte seinen Zivildiensteinsatz als Gruppenleiter beim Bergwaldprojekt. In den vergangenen viereinhalb Monaten begleitete er Schulklassen und Freiwillige bei Arbeitseinsätzen im Wald. Bald kehrt er noch einmal für eine weitere Einsatzzeit zurück. 

 

Wie wurdest du auf das Bergwaldprojekt aufmerksam?
Ein Freund von mir hat während seiner Gymnasialzeit freiwillige Wochen beim Bergwaldprojekt geleistet und mir davon erzählt. Ich wusste, dass ich meinen Zivildienst unbedingt draussen in der Natur machen möchte. Also habe ich mich informiert, und mich schliesslich gemeldet.

 

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit im Bergwaldprojekt?

Ich arbeite sehr gerne draussen und mit Menschen. Beim Bergwaldprojekt passt das perfekt zusammen. Man begleitet Schulklassen oder Freiwillige im Wald und arbeitet gemeinsam an verschiedenen Projekten. Diese Mischung aus Natur, körperlicher Arbeit und Kontakt mit vielen Menschen schätze ich sehr.

 

Welche Aufgaben übernimmst du dabei?
Als Gruppenleiter unterstützt man die Projektleitung. Bei Schulklassen arbeitet man oft mit einer kleinen Gruppe von Schülern und Schülerinnen und begleitet sie bei den Arbeiten im Wald. In Erwachsenenprojekt arbeitet man teilweise wie die anderen Freiwilligen mit. Dazu kommen organisatorische Aufgaben wie Material vorbereiten und beim Kochen helfen.

 

Welche Herausforderungen musstest du in den Projekten überwinden? 

Am Anfang musste ich lernen, eine gute Balance zu finden: Die Schüler sind oft nur zwei oder drei Jahre jünger als ich. Da geht es darum, dass sie dich respektieren, man aber trotzdem locker miteinander umgehen kann. Und obwohl es sehr schön ist, mit so vielen Leuten zusammen zu sein, kann das auf Dauer auch anstrengend sein. Deshalb ist es wichtig, sich zwischendurch auch Zeit für sich zu nehmen.

 

Gibt es einen Moment, der dir besonders geblieben ist?
Einmal hatte ich zwei Schüler, die am Anfang der Woche überhaupt keine Lust hatten zu arbeiten. Im Laufe der Woche war ich öfters mit ihnen unterwegs, und am letzten Tag haben sie in strömendem Regen plötzlich total motiviert gearbeitet. Am Ende kamen sie zu mir und sagten, dass es ihnen mega Spass gemacht hat. Das hat mich sehr berührt.

 

Was hast du aus deiner Zeit im Bergwaldprojekt mitgenommen?
Mir wurde erst richtig bewusst, wie viel Arbeit hinter einem gesunden Schutzwald steckt. Wenn man einfach durch den Wald läuft, sieht man das gar nicht. Aber es braucht unglaublich viel Zeit, Menschen und Pflege, damit ein Schutzwald funktioniert. Mein Tipp für neue Zivis ist deshalb: offen sein, Fragen stellen – und bei Schulklassen nicht nur auf Leistung schauen. Oft geht es vor allem darum, dass die Kinder draussen sind und den Wald erleben.