Sumvitg GR

Der Schutzwald von Puzzastg bewahrt Häuser und Infrastruktur vor Steinschlag, Erosion und Lawinen und Lawinen. Er ist überaltert und wegen der Wildschäden fehlt ihm die Verjüngung. Im Projekt Sumvitg helfen die Freiwilligen im Rahmen der eingeleiteten Notmassnahmen mit, den für die Bevölkerung überlebenswichtige Wald mit klimafitten Baumarten zu bepflanzen.

  • Current Project Dates
  • Additional Information
  • Vollständig

Sumvitg GR

Select date

Forest and cultural landscape

Die Gemeinde Sumvitg liegt am jungen Rhein. Hier wird rätoromanisch gesprochen. Über die Landesgrenzen ist Sumvitg bekannt wegen der Greina-Hochebene, ein Naturjuwel seltener Güte.

Im Talboden und in den tiefen Lagen gibt es weitläufige Auen- und Laubwälder. Das Gemeindegebiet reicht auf beiden Talseiten ins Hochgebirge bis über 3000 m. Über den Dörfern besteht der Wald hauptsächlich aus Fichten und Föhren, ergänzt mit Relikten an Weisstannen und Arven. Der gesamte an den Talflanken stockende Wald schützt in hohem Mass vor Naturgefahren. In den vergangenen Jahrhunderten stark genutzt, trägt er bis heute die Spuren der harten Bergwirtschaft. Stürme und Borkenkäfer erfordern eine stetige Pflege des Schutzwaldes. 

Die Gemeinde Sumvitg besteht aus vier Dörfern, darunter Surrein, und weiteren Weilern. Der Wald über Surrein hat grosse Lücken und kann seine Schutzwirkung nicht mehr genügend erbringen. 

 

Bild
Sumvitg

Idea and goals

Seit Längerem beschäftigt der Schutzwald Puzzastg über dem Dorf Surrein, einem Teil von Sumvitg, die Forstfachleute, Bevölkerung und Politik. Er weist grosse Lücken auf, in denen sich Erosion breit macht und Lawinen anzubrechen drohen. Es mussten bereits Lawinen- und Steinschlagverbauungen errichtet werden. Im ganzen Gebiet fressen die vielen Hirsche, Gämsen und Rehe die jungen Bäume ab. Für die rund 250 in Surrein lebenden Menschen, die Strasse und die Bauernhöfe soll die Sicherheit bei Naturgefahren durch einen stabilen, klimafitten Wald langfristig wieder gewährleistet sein. 

 

Bild
puzzastg zaun

 

Damit sich der Wald im steilen Gelände von Puzzastg wieder verjüngt und überall bestockt ist, wurde im Sommer 2026 im Rahmen einer Notmassnahme ein 2.6 km langer Wildschutzzaun errichtet. Innerhalb des Zaunes werden in einem ersten Schritt während zwei Jahren 15'000 Bäumchen von 12 verschiedenen Baumarten gepflanzt. Neben den Hauptbaumarten Weisstanne, Bergahorn und Fichte werden trockenheitsresistente Laubbaumarten wie Linde und Kirschbaum sowie Pionierbaumarten wie Mehlbeere und Zitterpappel gepflanzt. Später wird sich der Wald dann wieder von selbst natürlich verjüngen.

Die Freiwilligen des Bergwaldprojekts helfen bei den Pflanzungen mit und später bei der Jungwaldpflege. Diese Arbeiten müssen unverzüglich angegangen werden und sind sehr dringend. 

 

Projektpartnerschaften: Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem lokalen Forstdienst durchgeführt.

What you can expect

Die Arbeiten werden flexibel an aktuelle Bedürfnisse sowie Wetter- und Geländebedingungen angepasst und können variieren. Hauptarbeit ist das Pflanzen von Bäumen im Schutzwald Puzzastg. Weiter werden Begehungswege zur Erreichbarkeit der Flächen angelegt und unterhalten.

Alle Arbeiten erfolgen unter Anleitung von erfahrenen Projekt- und Gruppenleitenden. 

 

Bild
Pflanzung in Disentis

 

Los geht’s am Sonntag mit einer Einführung zum Bergwaldprojekt sowie zum Ablauf der Woche. Die Tage starten jeweils früh: Um 6:30 Uhr gibt es Frühstück, danach beginnt die Arbeit. Ein Highlight ist die wöchentliche forstliche Exkursion in der Umgebung. Neben den Waldarbeiten übernehmen Freiwillige auch einfache hauswirtschaftliche Aufgaben in der Unterkunft wie Aufräumen oder Abwaschen.

 

Bild
Sumvitg

Organizational matters

Bild
pensiun degonda

Pensiun Degonda, Cumpadials

  • 2 Bett Zimmer
  • WC und Duschen
  • Fliessend warmes Wasser
  • Strom im ganzen Haus
  • Zelten nicht möglich 

Frühstück & Abendessen in der Unterkunft, Mittagessen im Wald

  • Vollwertig
  • regional
  • saisonal
  • biologisch
  • wenig Fleisch (vegetarische Alternative verfügbar)
Bild
Verpflegung Essen
Bild
Bergschuh
  • Feste, hohe Bergschuhe (über Knöchel) mit Profilsohle (zwei Paar empfohlen)
  • Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
  • Regenjacke, Regenhose (Gamaschen empfohlen)
  • Warme Kleidung (wir sind in den Bergen)
  • Hausschuhe
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Sonnenschutz (Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)
  • Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche (Thermosflasche empfohlen)
  • Hand-/Duschtuch
  • Persönliche Utensilien
  • Bettwäsche vorhanden (kein Schlafsack erforderlich)
  • Gepäckstück: Anreise mit Koffer oder Tasche möglich 
  • Gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Die Arbeiten können in steilem Gelände stattfinden.
  • Pünktliches Erscheinen am Treffpunkt. Spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht möglich.
  • Den Anweisungen des Projektpersonals ist Folge zu leisten.
  • Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.
  • Während der Projektwoche werden Fotos gemacht, die möglicherweise in unseren Publikationen veröffentlicht werden. Bitte melde dich bei der Projektleitung, falls du damit nicht einverstanden bist.

Bitte reise aus ökologischen Gründen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften an – Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.

 

Treffpunkt: (Nur mit bestätigter Anmeldung!) Sonntag, 17:00 Uhr, Bahnhof «Sumvitg-Cumpadials». 

Ab Treffpunkt direkt mit Bergwaldprojektfahrzeugen zur Unterkunft.

 

Abreise: Samstag, 11:00 Uhr ab Treffpunkt.

Die Anmeldung ist verbindlich. Solltest du verhindert sein, bitten wir dich, dich umgehend unter +41 (0)81 650 40 40 oder info@bergwaldprojekt.ch abzumelden.
Für Notfälle sind wir am Anreisetag erreichbar. Die entsprechende Telefonnummer wird kurz vor Projektbeginn in den Informationen zum Projekt in deinem Profil aufgeschaltet.