Trockenheit: So verändert der Klimawandel den Schweizer Wald
Die Trockenheit im Wald gehört zu den grössten Herausforderungen für den Schweizer Wald. Durch den Klimawandel nehmen Hitzeperioden und langanhaltende Trockenphasen zu.
Die Folgen sind deutlich sichtbar: Bäume geraten unter Wasserstress, wachsen langsamer und werden anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer sowie für Krankheiten und Waldbrände, wie aktuell oberhalb Locarno im Tessin.
(Aktuelle Waldbrandgefahrenkarte des BAFU)
In Bergregionen leiden besonders Fichten unter den veränderten Bedingungen, in tieferen Lagen ist dies die Buche, welche unter «Fieber» leidet. Doch auch andere Baumarten sind zunehmend betroffen. Fachleute beobachten seit Jahren, dass sich der Zustand der Schweizer Wälder verschlechtert und sich die Zusammensetzung der Wälder langfristig verändert. Um die vielfältigen Leistungen des Waldes - Lebensraum, CO₂-Speicher, Holzlieferant und Erholungsgebiet zu erhalten, gewinnen klimaresistente Baumarten, naturnahe Mischwälder und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung immer mehr an Bedeutung.
Bäume in Soazza GR welche in Trockenheit von Buchdruckern befallen wurden
2022 hat der Bundesrat den Bericht zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel verabschiedet. Darin werden Massnahmen erläutert, welche den Wald im Anpassungsprozess unterstützen, sowie auch wer dafür verantwortlich ist.
Die Auswirkungen der Trockenheit und des Klimawandels auf den Wald sind wissenschaftlich gut dokumentiert. Immer mehr kann mit Modellen aufgezeigt werden, wie es in Zukunft um die Wälder steht. Auch künstliche Intelligenz wird vermehrt dafür eingesetzt, wie in einer neuen Studie im Fachjournal Science, welche den europäischen Wald im Jahr 2100 simuliert.