Informationen zu Projektwochen

Eine Woche im Bergwaldprojekt ist kein Ferienjob für Langschläfer.

 

Projekte für Erwachsene beginnen jeweils am Sonntagnachmittag mit einer Einführung und Vorstellungsrunde. Von Montag bis Freitag startet der Tag um 6:30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück, gefolgt von der Arbeit im Wald bis etwa 17 Uhr. Znüni und Mittagessen werden jeweils im Wald eingenommen. Auch eine halbtägige forstliche Exkursion gehört zum Programm. Neben der Waldarbeit übernehmen die Freiwilligen auch Aufgaben im Haushalt. Am Samstagvormittag werden die Werkzeuge gereinigt und gewartet, und die Unterkunft wird aufgeräumt, bevor die Rückreise erfolgt.

 

Projekte für Schulklassen und Jugendgruppen beginnen am Montag mit der Anreise, einer Vorstellungsrunde, gefolgt von dem Mittagessen und dem ersten Arbeitseinsatz im Wald. Von Dienstag bis Donnerstag beginnt der Tag um 7:00 Uhr, das Frühstück gibt es um 7:15 Uhr. Ab 8:00 Uhr arbeiten die Jugendlichen im Wald, betreut und verpflegt durch das Bergwaldprojekt, bis mindestens 17:00 Uhr. Zusätzlich ist eine halbtägige Exkursion zu forstlichen Themen Teil des Programms. Am Freitag stehen die Abschlussarbeiten im Wald sowie Reinigung von Werkzeug und Unterkunft auf dem Plan. Anschliessend findet eine Schlussrunde statt, bevor die Heimreise beginnt.

Eine Teilnahme ist grundsätzlich für alle möglich. Forstliche Kenntnisse sind nicht erforderlich, wichtig sind jedoch eine gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Manche Unterkünfte sind nur zu Fuss erreichbar (ein- bis zweistündiger Aufstieg mit Gepäck); entsprechende Fitness ist erforderlich. Wenn dies zutrifft, wird es im jeweiligen Projektbeschrieb vermerkt.

Die Arbeiten im Bergwald sind vielfältig und richten sich nach den aktuellen forstlichen Bedürfnissen und den Wetterbedingungen vor Ort. Alle Arbeiten erfolgen unter Anleitung von erfahrenen Projekt- und Gruppenleitenden.

Arbeiten umfassen unter anderem:

  • (Jung-)Waldpflege: Förderung stabiler Baumstrukturen durch gezielte Eingriffe; Entfernen von Konkurrenzvegetation zur Sicherung der Schutzwirkung.
  • Pflanzungen: Wo die natürliche Verjüngung nicht ausreicht, werden Jungbäume gepflanzt und über Jahre gepflegt, vor Wildverbiss geschützt und freigestellt.
  • Bau und Unterhalt von Begehungswegen: In unwegsamem Gelände werden Fusswege erstellt, um Werkzeuge und Material sicher zu transportieren und den Zugang für Pflegearbeiten zu erleichtern.
  • Wildschutzmassnahmen: Zum Schutz junger Bäume werden Zäune oder Einzelschutze errichtet und regelmässig gepflegt.
  • Bau von Dreibeinböcken: Diese Holzkonstruktionen mindern den Schneedruck und sichern den Jungwuchs oberhalb der Waldgrenze.
  • Schlagräumung: Räumen von verjüngungsgünstigen Kleinstandorten und Bilden von Asthaufen.
  • Kulturlandschaftspflege: Offenhalten von Wiesen und Weiden zur Erhaltung der Biodiversität in Regionen, wo traditionelle Nutzung zurückgeht.
  • Bekämpfung invasiver Neophyten: Entfernen gebietsfremder Pflanzenarten, die heimische Ökosysteme bedrohen.

Die Art der Unterkunft variiert je nach Projekt – von einfachen, abgelegenen Alp- und Forsthütten ohne Strom und Warmwasser bis zur komfortablen Gruppenunterkunft. In manchen Fällen ist auch eine Übernachtung im Zelt erwünscht.

Jugendliche in Schulklassen und Jugendgruppen übernachten in einfachen Gruppenunterkünften mit Strom und Wasser.

 

Details zur jeweiligen Unterkunft sind im entsprechenden Projektbeschrieb unter «Organisatorisches» aufgeführt. Dort steht auch, ob eine Übernachtung im Zelt möglich ist.

Unsere einfache Küche ist möglichst regional, saisonal, biologisch, mit wenig Fleisch. Am Mittag gibt es meist eine Suppe oder kalte Küche im Wald. 

 

Vegetarische Alternativen sind jeweils verfügbar. Eine vegane Verpflegung kann jedoch leider nicht garantiert werden. Unverträglichkeiten sollten bei der Anmeldung unter «Bemerkungen» angegeben werden.

 

Bei komplexen Unverträglichkeiten bemüht sich das Kochpersonal, so gut wie möglich Rücksicht zu nehmen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eigene Lebensmittel mitzubringen.

Zur Grundausrüstung in einer Bergwaldprojekt-Woche gehören: 

  • dem Bergwetter angepasste Kleidung mit Ersatz für Regentage
  • feste und hohe Bergschuhe mit guter Profilsohle (zwei Paar empfohlen)
  • Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
  • ein guter Regenschutz (Regenjacke, Regenhose, Gamaschen empfohlen)
  • Sonnenschutz (Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)
  • warme Kleidung (wir sind in den Bergen)
  • Hausschuhe
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche (Thermosflasche empfohlen)
  • Hand-/Duschtuch
  • Persönliche Utensilien

 

Je nach Unterkunft benötigst du zudem:

  • Schlafsack, Isomatte, Kissenüberzug, Fixleintuch/Spannbettlacken 

 

Eine Packliste findest du im jeweiligen Projektbeschrieb unter «Organisatorisches».

 

Je nach Unterkunft ist eine Anreise mit Koffer nicht möglich, da das ganze Gepäck gut verpackt in einem Rucksack zur Unterkunft hochgetragen werden muss (jeweils im Projektbeschrieb vermerkt).

Die Teilnahme an einer Bergwaldprojekt-Woche für Erwachsene ist grundsätzlich kostenlos, Kost und Logis werden gestellt. Einzig An- und Abreise sowie Versicherung muss selbst organisiert und finanziert werden. 

 

Für Projekte mit Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Die Kosten für Firmenprojekte richten sich nach der Anzahl der Teilnehmenden und werden vom Unternehmen übernommen.

Nein, aus Datenschutzgründen dürfen keine Kontaktdaten weitergegeben werden. In deinem Profil kannst du dich auf der Projektseite  mit anderen Teilnehmenden austauschen. Freigegebene Kontaktdaten werden dort angezeigt. Für Notfälle am Anreisetag wird die Telefonnummer der Projektleitung kurz vor Beginn des Projektes bekannt gegeben.

Ja, eine Bestätigung kann unter info@bergwaldprojekt.ch angefordert werden.

Informationen zu Spenden

Spenden werden effektiv und nachhaltig eingesetzt. Das Bergwaldprojekt wählt Projekte sorgfältig aus, überwacht und verbessert diese kontinuierlich. Die ZEWO-Zertifizierung garantiert, dass Mittel zweckgebunden, wirksam und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Die Anerkennung als gemeinnützige Organisation durch die Zewo bedeutet, dass regelmässig kontrolliert wird, ob Spendengelder zweckbestimmt, wirksam und wirtschaftlich eingesetzt werden. Als Trägerin des Gütesiegels garantieren wir eine seriöse und transparente Arbeit und versichern unseren Spender:innen einen sorgsamen Umgang mit ihren Beiträgen.  

Die Schweizerische Zertifizierungsstelle Zewo zeichnet Organisationen aus, die gemeinnützige Spenden sammeln. Damit stärkt die Stiftung Zewo das Vertrauen der Gesellschaft in gemeinnützige Tätigkeiten. Organisationen, die das Zewo-Gütesiegel tragen, informieren offen über ihre Tätigkeit, führen eine transparente Rechnung und verfügen über eine funktionierende externe und interne Kontrollstruktur.

Ja. Wir verschicken im Januar des Folgejahres eine Spendenbescheinigung, welche Spenden kumuliert über ein ganzes Jahr aufzeigt. Diese Bescheinigung kann für den Steuerabzug verwendet werden.

Ja. Das Bergwaldprojekt engagiert sich mit seinen Freiwilligen für den Schutz der Bergwälder und für kommende Generationen. Mit einer Erbschaft oder einem Legat kann dieser Einsatz über das eigene Leben hinaus unterstützt werden.

 ➨ Bei Interesse & Fragen: skoller@bergwaldprojekt.ch 081 650 40 42

Ja. Das Bergwaldprojekt hat bereits mehrere Waldflächen als Vermächtnis erhalten. Diese werden sorgfältig gepflegt.
 ➨ Bei Interesse & Fragen: skoller@bergwaldprojekt.ch 081 650 40 42

Ja, grundsätzlich sind Sachspenden möglich. Wir sind jedoch darauf angewiesen, dass die Spenden zu unserem bestehenden Materialbestand passen und standardisiert sind. Eine einzelne Motorsäge, die nicht mit unseren anderen Geräten kompatibel ist, hilft uns zum Beispiel wenig, da wir auch Ersatzteile und Wartung sicherstellen müssten. Wer eine Sachspende in Erwägung zieht, spricht am besten zuerst mit uns –so kann gemeinsam geklärt werden, wo aktuell Bedarf besteht.

Organisation

Alle Projektwochen im Wald werden von erfahrenen Projektleiter:innen des Bergwaldprojekts geleitet. Sie kommen beruflich aus dem Forstbereich und arbeiten meist saisonal fürs Bergwaldprojekt. Die Arbeitsplätze werden von Gruppenleiter:innen betreut und geleitet. Unsere Köche:innen organisieren in den Projekten den Haushalt in der Unterkunft und kochen. 

Martin Kreiliger
Geschäftsführer
mkreiliger@bergwaldprojekt.ch

Nina Pfaff
Leiterin Projekte, Stv. Geschäftsführerin
npfaff@bergwaldprojekt.ch

 

Yannick Pulver
Projektförster
ypulver@bergwaldprojekt.ch

 

Riccardo Siller
Projektförster
rsiller@bergwaldprojekt.ch

 

Lukas Wunderle
Projektförster
lwunderle@bergwaldprojekt.ch

Simon Koller
Spenden, Vermächtnisse und Legate
skoller@bergwaldprojekt.ch

 

Nicole Ulrich
Öffentlichkeitsarbeit, Medien
nulrich@bergwaldprojekt.ch

Jacinta Visani
Administration
jvisani@bergwaldprojekt.ch

 

Romina Tschuor
Lernende
rtschuor@bergwaldprojekt.ch

Lea Fuchs
Betriebsleiterin Bergwaldzentrum Mesaglina / Jugendherberge Trin
lfuchs@bergwaldprojekt.ch

 

Viktoria Somjai
Köchin

 

Bettina Jäggi
Allrounderin

 

Justine Eberherr
Allrounderin

 

Simone Östereicher
Allrounderin

 

Ursula Corsini
Allrounderin

 

Ondrej Varinska
Allrounder

Benno Casutt, seit 2020, Präsident
Beruf: Rechtsanwalt
Momentane Tätigkeit: Compliance Business Partner bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG

 

Bettina Dührkoop, seit 2019, Vizepräsidentin
Beruf: Wirtschaftswissenschaftlerin
Momentane Tätigkeit: Geschäftsführende Inhaberin bei comqed Dialog GmbH

 

Beat Deplazes-Schocher, seit 2016
Beruf: Maurer und Kaufmann
Momentane Tätigkeit: Präsident SSES (Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie) Südostschweiz und Liechtenstein, Präsident WWF Graubünden

 

Maxime Pattaroni, seit 2022
Beruf: Umweltwissenschafter ETH
Momentane Tätigkeit: Inspecteur des Forêts du 4ème arrondissement, Etat de Vaud VD

 

Christa Blöchlinger, seit 2024
Beruf: Fotofachfrau EFZ, Mediamatikerin EFZ
Momentane Tätigkeit: Fotografin und Mediamatikerin bei der Agentur Hü7 Design AG

 

Hansueli Baier, seit 2025
Beruf: Unternehmensberater für Hotellerie und Tourismus
Momentane Tätigkeit: Verwaltungsrat- und Stiftungsrattätigkeiten

 

Andreas Rigling, seit 2025
Beruf: Forstwart und Forstingenieur ETH, Prof. Dr.
Momentane Tätigkeit: Professor für Waldwachstum an der ETH Zürich

Informationen für Partner:innen

  • Ökologische Sinnhaftigkeit: Arbeiten im Bergwald und in der Kulturlandschaft, die ökologisch sinnvoll und nachhaltig sind.
  • Unterstützung bei Ressourcenmangel: Freiwillige helfen bei Schutzwaldpflege, Sanierungen nach Extremwetter, langfristigen Projekten oder wenn ökologische Arbeiten nicht ausreichend finanziert sind.
  • Arbeiten für viele Hände: Entlastung von Forst- und Landwirtschaftsbetrieben sowie Naturparks durch motivierte Helfer:innen.
  • Unabhängigkeit: Projekte werden unabhängig von politischer Haltung von Partner:innen oder Freiwilligen durchgeführt.
  • Qualität und Quantität: Fachlich hochwertige Arbeit, angepasst an die Projektbedürfnisse.
  • Einsätze dauern in der Regel 2–3 Wochen (So–Sa).
  • Leitung und Planung durch mindestens eine erfahrene Fachperson des Bergwaldprojekts mit Motorsägeschein.
  • Das Bergwaldprojekt bringt Kleinbusse, Werkzeug, Kost & Logis mit.
  • Projektpartner:innen stellen Maschinen, Baumaterial oder Fahrzeuge bereit.
  • Unterkunft wird entweder von Projektpartner:innen gestellt oder durch das Bergwaldprojekt organisiert
  • 1–2 Monate vor Durchführung findet eine Begehung mit der:dem Projektleiter:in statt.
  • Schriftliche Vereinbarung über Dauer, Inhalte, Finanzierung und gegenseitige Leistungen.
  • Ganztägige Arbeit, eine halbtägige Exkursion pro Woche zur Wissensvermittlung.
  • Gemeinsame Medienarbeit wird durch das Bergwaldprojekt organisiert.
  • Jugendprojekte: Wochenweise, Frühling bis Herbst
  • Pflanzungen
  • Jungwaldpflege (max. Stangenholz)
  • Schlagräumungen
  • Bau und Unterhalt von Begehungswegen
  • Wildschutzmassnahmen
  • Bau und Abbau von Weidezäunen
  • Entbuschungen und Offenhaltung von Alpweiden und Heckenpflege
  • Bau von einfachen Holzkästen, Dreibeinböcken oder Trockenmauern
  • Räumung von Bächen und Rinnen
  • Neophytenbekämpfung
  • Biotoppflege und Pflege von Naturschutzgebieten und Sonderwaldreservaten

Freiwillige arbeiten für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen des Bergwalds und für eine nachhaltige Gesellschaft – gemeinsam mit den Projektpartner:innen. 
Projektpartner:innen profitieren von den geleisteten Arbeiten und leisten dafür einen fairen finanziellen Beitrag, der nach ihren Möglichkeiten angepasst werden kann.

  • Beitrag ist flexibel und partnerschaftlich, abhängig von Möglichkeiten und Umfang.
  • Vereinbarung pro Arbeitstag und Person, optional ergänzt durch Unterkunft, Fahrzeuge oder Material.
  • Alternativ kann der Beitrag nach Projektende anhand der tatsächlich geleisteten Arbeiten festgelegt werden.

Das Bergwaldprojekt bringt:

  • Freiwillige in Gruppen
  • Leitung durch erfahrene Fachperson mit Motorsägeschein
  • Kleinbusse, Werkzeug, Kost & Logis

 

Projektpartner:in bringt:

  • Mithilfe bei Organisation vor Ort
  • Unterstützung bei größeren Motorsäge-Arbeiten
  • Maschinen, Baumaterial, Pflanzmaterial
  • Optional: Unterkunft, zusätzliches Werkzeug, Fahrzeuge
  • Allfällige Bewilligungen und Subventionen

Die aktive Mitwirkung des Projektpartners vor Ort ist kein Muss, erhöht aber die Wirkung des Projekts deutlich. Durch gute Planung, offene Kommunikation und Wertschätzung werden die Freiwilligen zusätzlich motiviert. Anwesenheit und Beteiligung von Projektpartner:innen steigert die Effizienz der Arbeiten, sensibilisiert für die eigenen Anliegen und schafft eine stärkere Verbindung zwischen Freiwilligen und Projektpartner:innen. Exkursionen können nach Absprache von den Projektpartner:innen durchgeführt werden.

Anerkennung, Interesse an Ideen und Erfolgen der Freiwilligen wirkt stärker als Geschenke.

Jugendprojekte

Die Projektwochen finden auf Anfrage von April bis Oktober statt und dauern in der Regel von Montag bis Freitag. Einsatzorte sind verschiedene Bergwaldregionen der Schweiz. Vor jeder Projektwoche besucht die projektleitende Person des Bergwaldprojekts die Schule und bereitet die Jugendlichen in einer Lektion mit Hintergrundwissen und Informationen auf die Woche vor.

Das Bergwaldprojekt organisiert eine passende, einfache Gruppenunterkunft. Wenn möglich, finden Projekte mit Jugendlichen in Trin statt, wo das Bergwaldprojekt über eine eigene Unterkunft in der Jugendherberge Trin verfügt.

Das Kochpersonal des Bergwaldprojekts kümmert sich um eine vollwertige Verpflegung. Gekocht wird saisonal, regional, biologisch und mit wenig Fleisch. Die Gruppe beteiligt sich am Abwasch und hält die Unterkunft sauber.

  • Montag: 
    Anreise, Vorstellungsrunde, Mittagessen und erster Arbeitseinsatz im Wald, Zimmerbezug und Abendessen um 18:30 Uhr.
  • Dienstag bis Donnerstag: 
    Tagesbeginn um 7:00 Uhr, Frühstück gibt es um 7:15 Uhr. Ab 8:00 Uhr arbeiten die Jugendlichen im Wald, betreut und verpflegt durch das Bergwaldprojekt, bis mindestens 17:00 Uhr. Ein Halbtag ist für eine forstliche Exkursion vorgesehen.
  • Freitag: 
    Abschlussarbeiten im Wald, Reinigung von Werkzeug und Unterkunft, Schlussrunde und Heimreise.

Tagsüber werden die Jugendlichen von den Projekt- und Gruppenleitenden des Bergwaldprojekts betreut und angeleitet. Für die Betreuung am Abend sind die Lehr- und Begleitpersonen verantwortlich. Die Mitarbeitenden des Bergwaldprojekts werden im Umgang mit Jugendlichen geschult und halten sich an den Verhaltenskodex zur Prävention von Grenzverletzungen.

Während des Einsatzes werden Fotos gemacht, die in unseren Publikationen verwendet werden können. Die Lehrpersonen informieren die Teilnehmer:innen darüber und teilen der Projektleitung mit, falls jemand nicht einverstanden ist. Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.

Zur Grundausrüstung gehören dem Bergwetter angepasste warme Kleidung mit Ersatz für Regentage, hohe Bergschuhe mit guter Profilsohle, Arbeitshandschuhe, Regenschutz, Sonnenschutz, Tagesrucksack und Trinkflasche. Schlafsäcke sind in der Jugendherberge Trin nicht erlaubt (Bettwäsche verhanden); für andere Unterkünfte gelten die Informationen auf dem Infoblatt, welches den Lehrpersonen zugestellt wird.

Für Organisation, Verpflegung, Unterkunft, Werkzeuge und Projektpersonal wird ein Richtpreis von CHF 300.00 - 330.00 pro Person erhoben.

Firmenprojekte

Projekttage werden auf Anfrage organisiert und finden von Frühling bis Herbst statt. Die Dauer beträgt in der Regel einen einzelnen Tag. Einsatzorte sind verschiedene Bergwaldregionen der Schweiz. Planung und Durchführung erfolgen durch das Team des Bergwaldprojekts. Die Mitarbeitenden arbeiten in Gruppen von 15 bis 30 Personen und werden fachkundig betreut. Alle Tätigkeiten werden an die lokalen forstlichen Bedürfnisse sowie die aktuellen Wetterbedingungen angepasst.

Der Treffpunkt liegt zwischen 8:00 und 8:30 Uhr an der nächstgelegenen ÖV-Haltestelle. Nach einer kurzen Einführung am Arbeitsort gibt es Kaffee und Z’Nüni. Anschliessend folgen die forstlichen Arbeiten mit Mittagsverpflegung im Wald. Der Projekttag endet gegen 17:00 Uhr.

Für Organisation, einfache Verpflegung während des Tages, Werkzeuge, Transport ab nächstgelegener ÖV-Haltestelle mit Bussen zum Projektort und Projektpersonal entstehen Kosten, die von der Firma getragen werden. Ein Richtwert für 16 Teilnehmende liegt bei rund CHF 3’500.00.

Rolle als Gruppenleiter:in

  • Durchführung der Waldarbeiten unter Anleitung der Projektleiter:innen
  • Begleitung und Anleitung der Freiwilligen bei der Waldarbeit
  • Unterstützung der Projektleitung bei der Organisation von Transport, Werkzeugunterhalt und Verpflegung
  • Mithilfe in Küche und Unterkunft
  • Unterstützung in Notfallsituationen

Die Ausbildungswoche bereitet angehende Gruppenleiter:innen auf ihre Aufgaben im Bergwaldprojekt vor. Sie bietet eine intensive, aber lohnende Erfahrung und vertieft das Verständnis für den Bergwald sowie die Arbeit des Bergwaldprojekts. Gemeinsam mit Gleichgesinnten lernen die angehenden Gruppenleiter:innen die organisatorischen, handwerklichen, fachlichen und menschlichen Anforderungen kennen, die im Projektalltag gefragt sind.

Nach dem 5+5-Konzept werden in der Ausbildungswoche grundlegende Fähigkeiten und praktische forstliche Arbeiten vermittelt:

 

Fähigkeiten

  • Organisation von Arbeitsplatz, Werkzeug, Verpflegung, Pausen und Unterkunft
  • Notfallorganisation und Sicherheit im Gelände
  • Gruppenführung und Kommunikation
  • Fahren von Kleinbussen
  • Planung und Umsetzung forstlicher Arbeiten

 

Forstliche Arbeiten

  • Zaunbau
  • Pflanzen
  • Wegebau
  • Waldpflege
  • Schlagräumung

 

Nächste Termine

  • 22.03.2026 – 28.03.2026
  • 26.07.2026 – 01.08.2026
  • Praktische Erfahrungen in Waldarbeit und im Anleiten von Gruppen
  • Erlebnisse in der Natur und vertiefte Kenntnisse über den Bergwald
  • Einblick in die Projektorganisation des Bergwaldprojekts
  • Teilnahme an der Ausbildungswoche für Gruppenleiter:innen
  • Handbuch für Gruppenleiter:innen mit Fachliteratur
  • Begleitung durch erfahrene Projektleiter:innen
  • Jährliche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Unterstützung bei waldspezifischer Weiterbildung (z. B. Motorsägekurs) bei wiederholtem Einsatz nach Absprache
  • Einsatzbestätigung für den Lebenslauf
  • Reisepauschale von CHF 50.– pro Projektwoche (nur für Freiwillige, ab 2026)
  • Kleines Anerkennungsgeschenk am Ende der Projektsaison
  • Einladung zum Teamfest am Saisonende
  • Erfahrung im Bergwaldprojekt als Freiwillige:r und Empfehlung durch eine:n Projektleiter:in (ausser Zivildienstleistende und Praktikant:innen)
  • Motivation, Verantwortungsbewusstsein und Bereitschaft zum Engagement
  • Offenheit im Umgang mit Menschen
  • Ohne oder mit forstlicher Erfahrung; handwerkliches Geschick und Outdoor-Erfahrung von Vorteil
  • Fahrzeugausweis Kat B erwünscht
  • Teilnahme an der Ausbildungswoche für Gruppenleiter:innen
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Entscheidung über Einsatz und Verantwortlichkeit liegt beim Bergwaldprojekt
  • Für Praktikant:innen: in Ausbildung oder Studium im Bereich Forst oder Umwelt
  • Für Zivis: Einsatzvereinbarung erforderlich

Der Bergwald und seine vielfältigen Leistungen

Neben seiner ökologischen Bedeutung ist der Bergwald auch ein Ort der Ruhe und Entspannung. Wandernde, Sporttreibende und Erholungssuchende finden hier Naturerlebnisse, Spiritualität und eine Auszeit vom Alltag.

Der Bergwald filtert die Luft, speichert Kohlenstoff und ist damit gut für das Klima.

Der Bergwald bietet Lebensraum für rund 25'000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten – viele davon bedroht oder selten. In der dicht besiedelten Schweiz ist er eine der letzten grünen Inseln und ein Hotspot der Biodiversität.

Geerntetes Holz aus dem Bergwald ist ein nachwachsender und klimaneutraler Rohstoff. Es wird vielseitig genutzt – im Bauwesen, für Möbel und Zellstoff sowie als erneuerbare Energiequelle – und schafft dabei regionale Arbeitsplätze. In verbauter Form speichert Holz CO₂ über Jahrzehnte, oft sogar über Jahrhunderte.

Der Bergwald wirkt wie ein natürlicher Regulator: Er verhindert das Anreissen von Lawinen, fängt Steinschlag ab, speichert Wasser und stabilisiert den Boden. So schützt er nicht nur die Alpentäler, sondern durch seine Hochwasserregulierung auch das Mittelland, Städte und wirtschaftliche Zentren. 44 % des Schweizer Waldes haben eine Schutzfunktion – und sichern damit über 130’000 Gebäude sowie tausende Kilometer Wege, Strassen und Bahnlinien.

Bergwälder sind eng mit Alpen, Weiden und landwirtschaftlich genutzten Flächen verflochten. Über Jahrhunderte ist so eine Kulturlandschaft von hoher ökologischer Vielfalt und grossem Wert entstanden. Doch mit dem Rückgang traditioneller Nutzung verbuschen viele Flächen, die Biodiversität nimmt ab und die Landschaft verliert an Struktur und Vielfalt. Diese vielfältig strukturierte Kulturlandschaft gilt es zu erhalten.

Unterstützung durch Firmen

Siehe [Firmenkonzept (LINK)] für zusätzliche Formen der Zusammenarbeit und langfristige Partnerschaften. Darin finden sich vertiefte Informationen zu regionalen Engagements bis hin zu strategischen Partnerschaften, die über mehrere Jahre hinweg Wirkung entfalten.