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Eine Woche im Bergwaldprojekt ist kein Ferienjob für Langschläfer.
Projekte für Erwachsene beginnen jeweils am Sonntagnachmittag mit einer Einführung und Vorstellungsrunde. Von Montag bis Freitag startet der Tag um 6:30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück, gefolgt von der Arbeit im Wald bis etwa 17 Uhr. Znüni und Mittagessen werden jeweils im Wald eingenommen. Auch eine halbtägige forstliche Exkursion gehört zum Programm. Neben der Waldarbeit übernehmen die Freiwilligen auch Aufgaben im Haushalt. Am Samstagvormittag werden die Werkzeuge gereinigt und gewartet, und die Unterkunft wird aufgeräumt, bevor die Rückreise erfolgt.
Projekte für Schulklassen und Jugendgruppen beginnen am Montag mit der Anreise, einer Vorstellungsrunde, gefolgt von dem Mittagessen und dem ersten Arbeitseinsatz im Wald. Von Dienstag bis Donnerstag beginnt der Tag um 7:00 Uhr, das Frühstück gibt es um 7:15 Uhr. Ab 8:00 Uhr arbeiten die Jugendlichen im Wald, betreut und verpflegt durch das Bergwaldprojekt, bis mindestens 17:00 Uhr. Zusätzlich ist eine halbtägige Exkursion zu forstlichen Themen Teil des Programms. Am Freitag stehen die Abschlussarbeiten im Wald sowie Reinigung von Werkzeug und Unterkunft auf dem Plan. Anschliessend findet eine Schlussrunde statt, bevor die Heimreise beginnt.
Eine Teilnahme ist grundsätzlich für alle möglich. Forstliche Kenntnisse sind nicht erforderlich, wichtig sind jedoch eine gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Manche Unterkünfte sind nur zu Fuss erreichbar (ein- bis zweistündiger Aufstieg mit Gepäck); entsprechende Fitness ist erforderlich. Wenn dies zutrifft, wird es im jeweiligen Projektbeschrieb vermerkt.
Die Arbeiten im Bergwald sind vielfältig und richten sich nach den aktuellen forstlichen Bedürfnissen und den Wetterbedingungen vor Ort. Alle Arbeiten erfolgen unter Anleitung von erfahrenen Projekt- und Gruppenleitenden.
Arbeiten umfassen unter anderem:
- (Jung-)Waldpflege: Förderung stabiler Baumstrukturen durch gezielte Eingriffe; Entfernen von Konkurrenzvegetation zur Sicherung der Schutzwirkung.
- Pflanzungen: Wo die natürliche Verjüngung nicht ausreicht, werden Jungbäume gepflanzt und über Jahre gepflegt, vor Wildverbiss geschützt und freigestellt.
- Bau und Unterhalt von Begehungswegen: In unwegsamem Gelände werden Fusswege erstellt, um Werkzeuge und Material sicher zu transportieren und den Zugang für Pflegearbeiten zu erleichtern.
- Wildschutzmassnahmen: Zum Schutz junger Bäume werden Zäune oder Einzelschutze errichtet und regelmässig gepflegt.
- Bau von Dreibeinböcken: Diese Holzkonstruktionen mindern den Schneedruck und sichern den Jungwuchs oberhalb der Waldgrenze.
- Schlagräumung: Räumen von verjüngungsgünstigen Kleinstandorten und Bilden von Asthaufen.
- Kulturlandschaftspflege: Offenhalten von Wiesen und Weiden zur Erhaltung der Biodiversität in Regionen, wo traditionelle Nutzung zurückgeht.
- Bekämpfung invasiver Neophyten: Entfernen gebietsfremder Pflanzenarten, die heimische Ökosysteme bedrohen.
Die Art der Unterkunft variiert je nach Projekt – von einfachen, abgelegenen Alp- und Forsthütten ohne Strom und Warmwasser bis zur komfortablen Gruppenunterkunft. In manchen Fällen ist auch eine Übernachtung im Zelt erwünscht.
Jugendliche in Schulklassen und Jugendgruppen übernachten in einfachen Gruppenunterkünften mit Strom und Wasser.
Details zur jeweiligen Unterkunft sind im entsprechenden Projektbeschrieb unter «Organisatorisches» aufgeführt. Dort steht auch, ob eine Übernachtung im Zelt möglich ist.
Unsere einfache Küche ist möglichst regional, saisonal, biologisch, mit wenig Fleisch. Am Mittag gibt es meist eine Suppe oder kalte Küche im Wald.
Vegetarische Alternativen sind jeweils verfügbar. Eine vegane Verpflegung kann jedoch leider nicht garantiert werden. Unverträglichkeiten sollten bei der Anmeldung unter «Bemerkungen» angegeben werden.
Bei komplexen Unverträglichkeiten bemüht sich das Kochpersonal, so gut wie möglich Rücksicht zu nehmen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eigene Lebensmittel mitzubringen.
Zur Grundausrüstung in einer Bergwaldprojekt-Woche gehören:
- dem Bergwetter angepasste Kleidung mit Ersatz für Regentage
- feste und hohe Bergschuhe mit guter Profilsohle (zwei Paar empfohlen)
- Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
- ein guter Regenschutz (Regenjacke, Regenhose, Gamaschen empfohlen)
- Sonnenschutz (Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)
- warme Kleidung (wir sind in den Bergen)
- Hausschuhe
- Stirn- oder Taschenlampe
- Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche (Thermosflasche empfohlen)
- Hand-/Duschtuch
- Persönliche Utensilien
Je nach Unterkunft benötigst du zudem:
- Schlafsack, Isomatte, Kissenüberzug, Fixleintuch/Spannbettlacken
Eine Packliste findest du im jeweiligen Projektbeschrieb unter «Organisatorisches».
Je nach Unterkunft ist eine Anreise mit Koffer nicht möglich, da das ganze Gepäck gut verpackt in einem Rucksack zur Unterkunft hochgetragen werden muss (jeweils im Projektbeschrieb vermerkt).
Die Teilnahme an einer Bergwaldprojekt-Woche für Erwachsene ist grundsätzlich kostenlos, Kost und Logis werden gestellt. Einzig An- und Abreise sowie Versicherung muss selbst organisiert und finanziert werden.
Für Projekte mit Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Die Kosten für Firmenprojekte richten sich nach der Anzahl der Teilnehmenden und werden vom Unternehmen übernommen.
Nein, aus Datenschutzgründen dürfen keine Kontaktdaten weitergegeben werden. In deinem Profil kannst du dich auf der Projektseite mit anderen Teilnehmenden austauschen. Freigegebene Kontaktdaten werden dort angezeigt. Für Notfälle am Anreisetag wird die Telefonnummer der Projektleitung kurz vor Beginn des Projektes bekannt gegeben.
Ja, eine Bestätigung kann unter info@bergwaldprojekt.ch angefordert werden.