Paolina Zanatta

Paolina am arbeiten
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Für mich gibt es kaum einen schöneren Abschluss der Prüfungszeit als eine Woche im Bergwald.

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Paolina Zanatta, Freiwillige

Paolina Zanatta

Lieblingsbaum: Trauerweide

Besonderer Waldmoment: Früher, wenn wir mit der ganzen Familie am Sonntag sind, grillieren gegangen im Wald

Hobbies: Klettern, Joggen, Rennvelofahren

Beruf: MPA/Studentin Kommunikation

 

Paolina hat an einem Bergwaldprojekt im Winter in Trin GR teilgenommen. In der Woche im Wald hat sie die Gelegenheit genutzt, um etwas Neues auszuprobieren, draussen zu arbeiten und ihre Verbindung zur Natur zu stärken. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Motivation und den Erinnerungen, die ihr geblieben sind.

 

Wie bist du zum Bergwaldprojekt gekommen?

Eine Freundin von mir hat selbst an einem Bergwaldprojekt teilgenommen und mir davon erzählt. Dadurch hatte ich das Projekt schon länger im Kopf und wusste, dass ich es eines Tages auch ausprobieren möchte. Dann hatte ich gerade Ferien und wusste nicht so recht, was ich tun soll, da niemand aus meinem Umfeld Zeit hatte. Gleichzeitig wollte ich unbedingt etwas in der Natur machen, da schien mir das Bergwaldprojekt eine gute Gelegenheit: draussen sein, sich engagieren, etwas lernen und auch körperlich arbeiten.

 

Gab es etwas, das zu Beginn ungewohnt oder schwierig für dich war?

Ja, vor allem die körperliche Arbeit draussen war für mich neu. Ich habe früher, und teilweise noch immer, als MPA gearbeitet und bin jetzt am Studieren. Deshalb hatte ich wenig Bezug zur Garten- oder Waldarbeit. Das war alles neu für mich, aber ich könnte mir gut vorstellen, später zumindest teilweise auch draussen zu arbeiten.

 

Gibt es einen Moment, der dir besonders geblieben ist?

Besonders eindrücklich war der Moment, als wir zum ersten Mal einen Baum fällten. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Kraft der Baum zu Boden ging. Und dass wir das alles von Hand gemacht haben. Das hat mich nachdenken lassen, wie früher ohne Maschinen gearbeitet wurde.

 

Wie hast du die Zusammenarbeit mit den anderen Teilnehmern erlebt?

Sehr positiv. Wir waren eine grossartige Gruppe mit unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Generationen. Man konnte viel voneinander lernen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. Die Stimmung war angenehm, und das gemeinsame Arbeiten hat viel Spass gemacht.

 

Gibt es etwas, das du im Projekt gelernt hast und nun im Alltag anwendest?

Einerseits, wie man im Wald arbeitet und verschiedene Werkzeuge einsetzt. Andererseits habe ich viel über den Bergwald gelernt, zum Beispiel über seine Schutzfunktionen oder verschiedene Baumarten. Da konnte ich viel mitnehmen, weil ich vorher kaum Wissen in diesem Bereich hatte. Seitdem traue ich mir mehr zu, auch draussen zu arbeiten, zum Beispiel im Garten. Insgesamt habe ich mehr Vertrauen gewonnen, dass ich solche Arbeiten gut bewältigen kann.

 

Hat die Zeit im Wald deine Einstellung zur Natur verändert?

Ich war schon immer gerne in der Natur und lebte sehr umweltbewusst. Durch das Projekt habe ich besser verstanden, wie viel Arbeit in einem gesunden Wald steckt. Dieser Einblick hat meinen Bezug zur Natur und deren Ressourcen schon nachhaltig verstärkt. Ich achte vermehrt auf Details, wie Baumarten. Gleichzeitig ist der Wald für mich immer noch ein Ort, um zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken schweifen zu lassen.

 

Du hast dich für ein weiteres Projekt im Val Verzasca angemeldet…

Ja genau, ich habe mir eine kleine Tradition daraus gemacht, dass ich jeweils nach meinen Prüfungen in ein Bergwaldprojekt gehe. Da ich im Tessin aufgewachsen bin, fand ich es spannend, diese Region einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben und habe mich fürs Val Verzasca TI angemeldet.