Faido TI

Im Projekt Faido werden Massnahmen zum Aufbau und Erhalt von stabilen, resilienten Schutzwäldern in der Leventina umgesetzt. Die Wälder an den schlecht erschlossenen, steilen Hänge oberhalb des Talbodens übernehmen eine wichtige Schutzfunktion gegenüber Verkehrsinfrastruktur und Dörfern.

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Faido TI

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Wald und Kulturlandschaft

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Faido Landschaft

Die fusionierte Gemeinde Faido umfasst zwölf Dörfer, welche in der mittleren Leventina im Tal und an den Bergflanken liegen. Eines davon ist Anzonico. Dort  erstreckt sich ein steiler Bergwald bis auf 2'000 m.ü.M, er übernimmt eine wichtige Schutzfunktion gegenüber der darunter liegenden Infrastruktur. Oberhalb der Waldgrenze prägen Lawinenverbauungen das Landschaftsbild. Sie ziehen sich auf der Flanke Fianett bis zum Pizzo Erra hoch. In der Leventina liegt die wichtigste Nord-Südachse der Schweiz. Die A2, die hoch frequentierte Autobahn und die alte Bahnstrecke welche den Norden und Süden durch den Gotthardtunnel verbinden. Der geschlossene Wald oberhalb von Anzonico schützt Autobahn, Zugstrecke, Hochspannungsleitung und Häuser vor Steinschlag, Lawinen, Erdrutschen, Murgängen und anschwellenden Wildbächen. Er ist zentral für das Leben im Tal und an den besiedelten Hängen.

Idee und Ziele

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Faido Aussicht

Im Projekt Faido arbeitet das Bergwaldprojekt in den Wäldern der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Auf Grund der Wichtigkeit der Wäder, welche das Schienennetz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Lawinen und Hangrutschungen schützen, sind die SBB im Besitz eigener Wälder. Gerade im Gebiet des Gotthard Bahntunnels haben diese Schutzwälder eine grosse Bedeutung. Das Bergwaldprojekt unterstützt die Waldeigentümerin SBB im Aufbau und Erhalt von stabilen Schutzwäldern, die die wichtigen Verkehrsachsen vor Naturereignissen schützen sollen.

 

Projektpartnerschaften: Das Projekt Faido wird zusammen mit den zuständigen Fachpersonen der SBB durchgeführt.

Das erwartet dich

Die Arbeiten werden flexibel an aktuelle Bedürfnisse sowie Wetter- und Geländebedingungen angepasst und können variieren. Der Fokus der Arbeiten im Projek Faido liegt im Bau von Begehungswegen und in der Durchforstung der Kastanien dominierten Laubwälder zur Förderung der Artenvielfalt und Bekämpfung gebietsfremder Problempflanzen. Alle Arbeiten erfolgen unter Anleitung von erfahrenen Projekt- und Gruppenleitenden. 

 

Los geht’s am Sonntag mit einer Einführung zum Bergwaldprojekt sowie zum Ablauf der Woche. Die Tage starten jeweils früh: Um 6:30 Uhr gibt es Frühstück, danach beginnt die Arbeit. Ein Highlight ist die wöchentliche forstliche Exkursion in der Umgebung. Neben den Waldarbeiten übernehmen Freiwillige auch einfache hauswirtschaftliche Aufgaben in der Unterkunft wie Aufräumen oder Abwaschen.

Organisatorisches

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Faido Unterkunft

Forsthütte Pianotondo auf rund 1'000 m.ü.M 

  • Matratzenlager 
  • WC / keine Dusche
  • Fliessend kaltes Wasser
  • Beschränkt Strom 
  • Zelten möglich

Vollwertig, regional, saisonal, biologisch, wenig Fleisch (vegetarische Alternative verfügbar). Frühstück & Abendessen in der Unterkunft, Mittagessen im Wald

  • Feste, hohe Bergschuhe (über Knöchel) mit Profilsohle (zwei Paar empfohlen)
  • Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
  • Regenjacke, Regenhose (Gamaschen empfohlen)
  • Warme Kleidung (wir sind in den Bergen)
  • Hausschuhe
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Sonnenschutz (Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)
  • Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche (Thermosflasche empfohlen)
  • Hand-/Duschtuch
  • Persönliche Utensilien
  • Schlafsack, Fixleintuch/Spannbettlacken, Kopfkissen wenn gewünscht
  • Gepäckstück: Anreise mit Rucksack empfohlen 
  • Gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Die Arbeiten können in steilem Gelände stattfinden.
  • Pünktliches Erscheinen am Treffpunkt. Spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht möglich.
  • Den Anweisungen des Projektpersonals ist Folge zu leisten.
  • Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.
  • Während der Projektwoche werden Fotos gemacht, die möglicherweise in unseren Publikationen veröffentlicht werden. Bitte melde dich bei der Projektleitung, falls du damit nicht einverstanden bist.

Bitte reise aus ökologischen Gründen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften an – Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.

 

Treffpunkt: (Nur mit bestätigter Anmeldung!) 
Sonntag, 16:56 Uhr, Postauto Haltestelle «Anzonico, Paese»

Ab Treffpunkt mit Bergwaldprojektfahrzeugen zur Unterkunft.

 

Abreise: Samstag, 11:00 Uhr ab Treffpunkt.

Die Anmeldung ist verbindlich. Solltest du verhindert sein, bitten wir dich, dich umgehend unter +41 (0)81 650 40 40 oder info@bergwaldprojekt.ch abzumelden.
Für Notfälle sind wir am Anreisetag erreichbar. Die entsprechende Telefonnummer wird kurz vor Projektbeginn in den Informationen zum Projekt in deinem Profil aufgeschaltet.