Urnäsch AR
Im Projekt Urnäsch engagieren sich Freiwillige für den Erhalt und die ökologische Aufwertung der Wälder und Moorlandschaften rund um die Schwägalp. Durch gezielte Pflegeeinsätze bringen sie Licht in die monotone Waldstruktur und fördern so die natürliche Verjüngung, was Stabilität und Vielfalt mit sich bringt. So entstehen im Gebiet der Schwägalp resiliente Schutzwälder und das lokal ansässige und in der Schweiz stark gefährdete Auerhuhn wird gezielt gefördert.
Wald und Kulturlandschaft
Die Gemeinde Urnäsch liegt in den Hügeln des Appenzellerlandes und grenzt im Süden an den markanten Säntis und die Moorlandschaften von nationaler Bedeutung rund um die Schwägalp. Wälder, Alpweiden und Hochmoore bilden ein einzigartiges Mosaik, das diese Region prägt. Die über 100 Jahre alten Aufforstungen im Sonderwaldreservat Schwägalp-Bruggerwald sind heute dicht und dunkel. Natürliche Verjüngung und Bodenvegetation fehlen weitgehend. Hinzu kommt eine hohe Wilddichte, die eine natürliche Verjüngung des Waldes verhindert. Ohne gezielte Pflege droht der Verlust der Artenvielfalt und der Stabilität dieser wertvollen Wälder.
Idee und Ziele
Ziel des Projekts ist die Förderung strukturreicher, artenreicher und klimaresilienter Wälder rund um die Schwägalp. Durch gezielte Öffnungen entstehen mosaikartige Lichtungen, die Licht, Dynamik und Vielfalt in die Bestände bringen. Diese Massnahmen schaffen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – insbesondere für das Auerhuhn, das auf lückige Waldstrukturen angewiesen ist. Ergänzend werden bedrohte Hochmoore entbuscht, um deren ökologische Funktion und Artenreichtum langfristig zu erhalten.
Projektpartnerschaften: Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Amt für Raum und Wald des Kantons Appenzell Ausserrhoden und dem lokalen Forstbetrieb umgesetzt.
Das erwartet dich
Die Arbeiten werden flexibel an aktuelle Bedürfnisse sowie Wetter- und Geländebedingungen angepasst und können variieren. Hauptaufgaben sind die Durchforstung jüngerer Waldbestände, Schlagräumungen, der Bau von Wildschutzzäunen, sowie gezielte Entbuschungsarbeiten in den Hochmooren. Alle Arbeiten erfolgen unter Anleitung von erfahrenen Projekt- und Gruppenleitenden.
Los geht’s am Sonntag mit einer Einführung zum Bergwaldprojekt sowie zum Ablauf der Woche. Die Tage starten jeweils früh: Um 6:30 Uhr gibt es Frühstück, danach beginnt die Arbeit. Ein Highlight ist die wöchentliche forstliche Exkursion in der Umgebung. Neben den Waldarbeiten übernehmen Freiwillige auch einfache hauswirtschaftliche Aufgaben in der Unterkunft wie Aufräumen oder Abwaschen.
Organisatorisches
Chammhaldenhütte auf 1400 m ü.M.
- Mehrbettzimmer
- WC / keine Dusche
- Fliessend kaltes Wasser
- beschränkt Strom
- Zelten nicht möglich
Vollwertig, regional, saisonal, biologisch, wenig Fleisch (vegetarische Alternative verfügbar). Frühstück & Abendessen in der Unterkunft, Mittagessen im Wald
- Feste, hohe Bergschuhe (über Knöchel) mit Profilsohle (zwei Paar empfohlen)
- Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
- Regenjacke, Regenhose (Gamaschen empfohlen)
- Warme Kleidung (wir sind in den Bergen)
- Hausschuhe
- Stirn- oder Taschenlampe
- Sonnenschutz (Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung)
- Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche (Thermosflasche empfohlen)
- Hand-/Duschtuch
- Persönliche Utensilien
- Schlafsack
- Gepäckstück: Anreise mit Koffer oder Tasche möglich.
- Gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Die Arbeiten können in steilem Gelände stattfinden.
- Pünktliches Erscheinen am Treffpunkt. Spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht möglich.
- Den Anweisungen des Projektpersonals ist Folge zu leisten.
- Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.
- Während der Projektwoche werden Fotos gemacht, die möglicherweise in unseren Publikationen veröffentlicht werden. Bitte melde dich bei der Projektleitung, falls du damit nicht einverstanden bist.
Bitte reise aus ökologischen Gründen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften an – Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.
Treffpunkt: (Nur mit bestätigter Anmeldung!)
Sonntag, 16:29 Uhr, Postauto-Haltestelle «Schwägalp, Säntis-Schwebebahn»
Ab Treffpunkt 30 Minuten zu Fuss zur Unterkunft. Das Gepäck wird mit den Bergwaldprojektfahrzeugen vom Treffpunkt zur Unterkunft transportiert.
Abreise: Samstag, 11:00 Uhr ab Treffpunkt.
Die Anmeldung ist verbindlich. Solltest du verhindert sein, bitten wir dich, dich umgehend unter +41 (0)81 650 40 40 oder info@bergwaldprojekt.ch abzumelden.
Für Notfälle sind wir am Anreisetag erreichbar. Die entsprechende Telefonnummer wird kurz vor Projektbeginn in den Informationen zum Projekt in deinem Profil aufgeschaltet.