Bergwaldprojekt

 

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Michael Dobrowolski

Dieses Jahr porträtieren wir forstliche Fachleute, die mit dem Bergwaldprojekt in Kontakt sind. Michael Dobrowolski hat eine Ausbildung als Forstwart gemacht, aber schon lange nicht mehr in diesem Beruf gearbeitet. Deshalb freut es ihn auch so, dass er sein damals gelerntes Wissen beim Bergwaldprojekt als Freiwilliger einsetzen kann.

Michael Dobrowolski

Jahrgang: 1960
Arbeiten beim Bergwaldprojekt: Freiwilliger
Beruf: Forstwart gelernt, arbeitet jetzt als Gärtner
Lieblingsbaum:  Wenn ich einen Wald hätte, würden darin sicher Föhren stehen
Freizeit: Wandern, Velofahren, Musik machen und meine Obstbäume pflegen


Michael, wie hast du das Bergwaldprojekt entdeckt?
Es ist noch nicht so lange her, da habe ich – wohl im Hause meiner Schwiegereltern – das Jahresprogramm des Bergwaldprojektes gesehen. Da ich sehr gerne im Wald arbeite, habe ich mich sofort für einen Einsatz interessiert. Ich bin dann letztes Jahr zum ersten Mal in den Winterwald.

Du hast also im Schnee gearbeitet. Mit Werkzeug, das du bereits kanntest?
Aus meiner Lehrzeit kenne ich all die Werkzeuge, die hier in den Einsatz kommen. Zapin, Zweimannsäge, Axt, ich bin den Umgang mit diesen Werkzeugen gewohnt. Im Militär habe ich oft mit Motorsägen gearbeitet, ich erinnere mich gut an einen Einsatz im Puschlav nach einem Unwetter. Und ich arbeite sehr gerne draussen, eigentlich bei jedem Wetter. Das Arbeiten im Schnee hat mir gut gefallen, ich treibe keinen Wintersport, holze lieber im winterlichen Wald.

Wie gefällt dir die Arbeit mit dem Bergwaldprojekt?
Es ist erstaunlich, wie motiviert die Freiwilligen jeweils sind. Ich bin jetzt schon zum vierten Mal dabei, und es ist schön zu sehen, wie gut die Stimmung in den Projektwochen immer ist. Alle wollen etwas tun und arbeiten, es ist sehr schön, sich so gemeinsam einzusetzen.

Wie gefällt dir das Zusammenleben mit den anderen Freiwilligen?
Ich geniesse diese Zeit richtig. Habe sonst nicht so viele Kontakte, und es ist schön, wenn ich hier auch mein Wissen weitergeben kann. Es fragen mich immer wieder andere Freiwillige, wie sie etwas tun sollen, oder mit welchem Werkzeug. Ich habe viele spannende Begegnungen gehabt in den Projektwochen. Die Kontakte halten jeweils aber nicht über die Woche hinaus. Dafür ist der Einsatz wohl zu kurz.

Was nimmst du von so einer Woche mit nach Hause?
Viel Zufriedenheit, dass ich im Bergwald arbeiten durfte. Und das mit netten Leuten. Und ich habe hier das Schneeschuhlaufen für mich entdeckt. Ich wandere gerne, aber im Winter war ich bisher nicht so unterwegs. Das wird sich jetzt vielleicht ändern.

Was empfiehlst du einem Bergwaldneuling?
Er oder sie soll offen sein. Ich würde erklären, wie eine Projektwoche abläuft und ihm einen Einsatz ans Herz legen. Fit muss man schon sein, schliesslich ist man als Freiwilliger den ganzen Tag draussen am Arbeiten, teilweise auch in steilem Gelände.

Gibt es eine Arbeit, die du besonders gerne machst?
Pflanzen und pflegen, das tu ich sehr gerne. Aber Holzen gefällt mir genauso gut. Während der Ausbildung hat mir die Wertastung Spass gemacht. Das ist eine sehr schöne Arbeit. Es werden die Äste am Stamm entfernt, damit nachher das Holz astfrei und damit wertvoller ist.

 

26. April 2017

 

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