Bergwaldprojekt

 

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Karen und Hans-Joachim Koch

In diesem Jahr porträtieren wir Familien, bei denen zwei oder mehrere Generationen das Bergwaldprojekt besucht haben. Karen Koch ist Gruppenleiterin beim Bergwaldprojekt und hat dieses Frühjahr mit ihrem Vater Hans-Joachim gemeinsam im Projekt Winterwald gearbeitet.

Karen und Hans-Joachim Koch

Hans-Joachim
Jahrgang: 1967
Arbeit beim Bergwaldprojekt: Freiwilliger
Beruf: Konstrukteur
Berufung: meine Arbeit als Konstrukteur, die mich fordert, die ich aber gleichzeitig nicht als Arbeit empfinde
Lieblingsbaum: Rosskastanie
Freizeit: Wandern, Imkern, Laufen

Karen
Jahrgang: 1996
Arbeit beim Bergwaldprojekt: Gruppenleiterin
Beruf: Forststudentin
Berufung: irgendwann einmal Försterin sein
Lieblingsbaum: Weißtanne
Freizeit: Schwimmen, Lesen, Klavier spielen, draußen sein


Wie bist du zum Bergwaldprojekt gekommen?
Hans-Joachim: Meine Tochter Karen hat sich für den Winterwald angemeldet und daraufhin habe ich mich spontan dazu entschlossen mitzukommen.
Karen: Mein Botanikprofessor brachte uns in eine seiner Vorlesungen einen Flyer vom Bergwaldprojekt mit und hat kräftig Werbung gemacht. Für mich hat sich das sofort nach einer tollen und spannenden Sache angehört und so habe ich mich gemeinsam mit Studienfreunden und meinem Vater für ein Winterwaldprojekt in den Semesterferien angemeldet.

Was ist deine liebste Arbeit draussen?
Hans- Joachim: Zu den schönsten Arbeiten gehört für mich das Bäumefällen mit der Zweipersonensäge. Außerdem mag ich die Schlagräumung sehr gerne, da man hier gemeinsam in der Gruppe mit vereinten Kräften viel bewegen kann. Privat habe ich schon beim Pflanzen geholfen. Das ist eine tolle Arbeit! Zuhause säge ich auch gerne unser Brennholz und arbeite viel im Garten.
Karen: Für mich gehören zu den schönsten Arbeiten beim Bergwaldprojekt der Bau von Begehungswegen und das Pflanzen. Der Wegebau ist zwar eine der anstrengendsten Arbeiten, die das Bergwaldprojekt durchführt, aber es ist schön am Abend auf dem selbst gebauten Weg zurück in Richtung Feierabend zu laufen und zu sehen, was man an einem Tag gemeinsam alles schaffen kann. Am Pflanzen gefällt mir der Gedanke, dass die kleinen Bäumchen wenn es gut läuft auch noch in 100 Jahren an Ort und Stelle stehen.

An welchen Projektorten hast du bisher gearbeitet?
Hans- Joachim: Bisher habe ich an drei Winterwaldprojekten in Trin teilgenommen. Aber an einem Projekt im Sommer möchte ich auch einmal gerne noch teilnehmen.
Karen: Meine ersten beiden Projekte waren gemeinsam mit meinem Vater im Winterwald in Trin. Letzen Sommer habe ich dann einen Teil meines Praxissemesters beim Bergwaldprojekt gemacht und im Zuge dessen die Gruppenleiterausbildung absolviert. Anschließend war ich im Montafon A, in Vignogn GR, in Haslen GL und in Trin GR.

Was unternehmt ihr gemeinsam?
Hans- Joachim + Karen: Vor vielen Jahren haben wir zusammen den Angelschein gemacht und gehen seither gerne Angeln. Wir unternehmen gemeinsam Wanderungen oder gehen spazieren. Vor allem im Sommer arbeiten wir zuhause viel in unserem Garten. Ab und zu gehen wir auch gerne zusammen auf ein Konzert. Und unsere liebste Arbeit ist es gemeinsam Honig zu schleudern und nach den Bienen zu sehen.

Was ist dein Hobby?
Hans- Joachim: Zu meinen liebsten Aktivitäten gehört der Sport. Ich laufe sehr viel, gehe wandern, schwimmen und Fahrrad fahren. Daran mag ich vor allem das Draußensein in der Natur. Außerdem ist das Imkern seit einigen Jahren meine Leidenschaft.
Karen: Eines meiner größten Hobbys ist das Musizieren. Ich spiele schon viele Jahre Klavier und treffe mich oft mit Freunden zum Musik machen. Vor allem im Sommer gehe ich leidenschaftlich gerne schwimmen und bin sehr gerne draußen an der frischen Luft, am liebsten im Wald.

Was habt ihr als Familie mitgenommen vom Einsatz beim Bergwaldprojekt?
Hans- Joachim: Durch die Teilnahme beim Bergwaldprojekt gemeinsam mit Karen habe ich einen sehr guten Einblick in ihren späteren Beruf als Försterin bekommen. Es ist sehr schön Zeit miteinander zu verbringen, vor allem da wir uns seit Karen studiert, nicht mehr so oft sehen wie früher.
Karen: Es macht mir großen Spaß mit meinem Vater beim Bergwaldprojekt zusammen zu arbeiten. Wir können so gemeinsam Zeit verbringen und machen etwas, das uns beiden Freude bereitet.

Würdest du einen Einsatz im Bergwaldprojekt deinen Kollegen empfehlen?
Hans-Joachim: Ich finde, das Bergwaldprojekt ist eine sehr gute Sache und dass sich der Einsatz für die Natur lohnt. In meinem Bekannten- und Freundeskreis erzähle ich von den Erlebnissen und Begegnungen beim Bergwaldprojekt. Das ist zwar keine aktive Werbung, aber ich denke, dass man dadurch trotzdem das Interesse wecken kann.
Karen: Da ich selber total begeistert vom Bergwaldprojekt bin, habe ich schon vielen Freunden davon erzählt. Eine Teilnahme an einer Projektwoche kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen, da man in dieser kurzen Zeit echt sehr viel lernt. Nicht nur über den Wald, sondern auch durch die vielen Begegnungen und das Kennenlernen spannender, neuer Leute.

Was ist dein eindrücklichstes Erlebnis?
Hans-Joachim: Das war in meinem ersten Winterwaldprojekt das Holzrücken und Holzpoltern mit dem Zapin im tiefen Schnee. Das war anstrengend, aber hat voll Spaß gemacht.
Karen: Eines der schönsten Erlebnisse für mich war letzten Herbst beim Schulprojekt in Haslen als trotz strömendem Regen, nasser Kleidung und Kälte alle gemeinsam mit anpackten und dem schlechten Wetter trotzten. Abends saßen wir dann müde, aber zufrieden nach einer wohlverdienten warmen Dusche in der Unterkunft.

Wie sieht der Bergwald in 20 Jahren aus?
Hans- Joachim: Dazu kann ich eigentlich nichts wirklich sagen. Dazu bin ich zu wenig in der Materie drin. Ich hoffe aber, dass der Bergwald in seiner derzeitigen Funktion als Schutzwald erhalten bleibt, insbesondere für die Menschen, die darauf angewiesen sind.
Karen: Ich denke, dass es im Bergwald der Zukunft weniger Fichten geben wird, da diese sich mit dem Klimawandel besonders schwer tun. Deswegen müssen wir uns schon jetzt über Alternativen Gedanken machen, um auch in 20 Jahren einen stabilen Schutzwald zu haben. Aber ich bin da sehr optimistisch, dass das gelingt.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Hans-Joachim: Ich wünsche mir, dass das Bergwaldprojekt auch in Zukunft noch besteht und dass möglichst viele Länder dem Beispiel der Schweiz folgen.
Karen: Für die Zukunft wünsche ich mir, dass das Bergwaldprojekt auch weiterhin von tatkräftigen Menschen unterstützt wird. Für mich selber wünsche ich mir, dass ich auch in Zukunft immer wieder Zeit finde und mir auch die Zeit nehmen kann beim Bergwaldprojekt mitzuarbeiten.

28. August 2018

 

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