Bergwaldprojekt

 

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Gymnasium Rämibühl mit Jubiläum im Bergwald

Gymnasium Rämibühl mit Jubiläum im Bergwald

Gymnasium Rämibühl mit Jubiläum im Bergwald

Gymnasium Rämibühl mit Jubiläum im Bergwald

Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 sind die Polistage als wesentlicher Beitrag zur politischen Bildung zum zehnten Mal durchgeführt worden. Lehrer und Begleiter Ottavio Clavuot zieht Fazit.

Während dieser drei Tage im September sollen Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen im Rahmen konkreter kleiner Projekte Einblicke in Fragen, Funktionieren und Handlungsspielräume unserer Gesellschaft erhalten. Ziel ist nicht das Vermitteln abstrakten Wissens, sondern die praktische Erfahrung und das eigene Handeln. Mittels verschiedener Projekte zu den Themenbereichen Gesellschaft und Natur, Gesellschaft und Religion sowie Gesellschaft und soziale Verantwortung sollten unter Federführung der Fachschaft Geschichte langjährige Kooperationen mit Organisationen aufgebaut werden, die im jeweiligen Bereich tätig sind. Durch Ihr dreitägiges Engagement im gewählten Projekt sollen Schülerinnen und Schüler im Auftrag dieser Organisationen konkrete Aufgaben übernehmen und auf diese Weise erleben, was politische Arbeit bedeuten kann.

Grundsätzlich hat sich das Konzept bewährt, wie die insgesamt positiven Reaktionen aller Beteiligten über die Jahre hinweg gezeigt haben. Als schwierig hat sich die Etablierung langfristiger Partnerschaften zwischen der Schule und den ausserschulischen Organisationen erwiesen, da diese unkonventionelle Art der Zusammenarbeit entscheidend von der Bereitschaft einzelner Personen abhängt. Diese Problematik führte dazu, dass in einzelnen Bereichen mit grossem Einsatz und Aufwand der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer immer wieder neue Projekte lanciert werden mussten. Einige Kooperationen funktionieren glücklicherweise seit längerer Zeit gut, in einem Fall sogar seit Einführung der Polistage.

10 Jahre MNG Rämibühl im Bergwaldprojekt
Dank der Kooperation zwischen Bergwaldprojekt und MNG konnte während der letzten zehn Jahre jeweils eine Gruppe unserer Schülerinnen und Schüler drei arbeits- und erlebnisreiche Tage in einer der faszinierendsten Berglandschaften der Schweiz verbringen. Unter fachlicher Anleitung von Mitarbeitern des Bergwaldprojekts leisteten unsere Gruppen einen praktischen Beitrag zur Waldpflege, fällten Bäume, sammelten Totholz, mähten Gras, bauten Wege, errichteten Schutzzäune oder setzten Jungtannen Wollmützchen gegen Wildverbiss auf.

Unseren zweitägigen Einsatz verarbeiteten wir im Auftrag der Geschäftsleitung des Bergwaldprojekts jeweils am dritten Tag auf vielfältige Weise, um auch andere zu motivieren, sich für den Bergwald zu engagieren: So konzipierten die Schülerinnen und Schüler mehrmals Videoclips, stellten eine Fotoausstellung zusammen, werteten eine Umfrage unter Jugendlichen zum Bergwald aus, lancierten eine kleine Spendenaktion, entwarfen einen Beitrag für die Informationszeitung «Specht», generierten Facebook-Einträge und gestalteten ein Schaufenster in Trin.

Die spürbare Freude der Schülerinnen und Schüler an der Arbeit im Wald und der grosse körperliche Einsatz sind immer wieder beeindruckend. Imponierend auch, wie die Unbilden des Wetters in Kauf genommen werden, wie einzelne ihre Ängste bei der Arbeit im Steilhang überwinden oder wie gut Gemeinschaften funktionieren können, wenn man auf einander angewiesen ist und ein gemeinsames Ziel vor Augen hat. Dass der Aufenthalt in Trin während der letzten zehn Jahre immer wieder zu einem guten Erlebnis werden konnte, ist wesentlich der professionellen Begleitung unserer Gruppen seitens der Verantwortlichen des Bergwaldprojekts, ihrem Verständnis für unser Konzept der politischen Bildung und ihrer Begeisterung für die eigene Sache zu verdanken.


 

 

31. Oktober 2016