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Hans Telli
Gemeindepräsident Trin Graubünden, Landwirt
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Als vor knapp zehn Jahren
das Bergwaldprojekt mit dem Geschäftssitz und Werkhof
in die Gemeinde Trin zog, gab es auch Skeptiker. Rasch wurden
sie still, als sie sahen, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
im Bergwaldprojekt anpackten, sogar mit der alten Zweihandsäge,
Keil und Vorschlaghammer oder Spalthammer. Wer beherrscht
heute noch die alten Holzerntemethoden unserer Väter?
Natürlich kennen die Projektleiter des Bergwaldprojektes
auch den Umgang mit modernen Werkzeugen und Geräten.
Für unsere Gemeinde, und meine Amtskollegen im ganzen
Alpenraum, ist es eine Bereicherung, wenn die Projektteilnehmer
im Bergwald Einsätze leisten. Oftmals tragen sie bei,
dass Aufforstungen und Pflegeeingriffe, die sonst kaum gemacht
werden könnten, fachgerecht durchgeführt werden
und die Risiken vor Naturgefahren nachhaltig verkleinern.
Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Forstdienst
für beide Seiten vorbildlich und kollegial. Der Erwerb
der „Mesaglina“, so heisst die alte Trinser Liegenschaft,
deren Ausbau zum forstlichen Werkhof und als Dienstleistungszentrum
des Bergwaldprojektes erfolgte, brachte unserem Dorf qualitativ
hoch stehende Arbeitsplätze. Zusammen mit den Projektteilnehmern
und Leitern im ganzen Bezirk Imboden und Surselva entsteht
eine beachtliche Wertschöpfung. So profitieren Nahrungsproduzenten,
Vertriebsorganisationen, Pensionen und Freizeiteinrichtungen
von den Teilnehmern, die häufig ihren Aufenthalt bei
uns gleich noch mit Ferien verlängern.
Wir sind erfreut, dass das Bergwaldprojekt bei uns seinen
Sitz hat und immermehr auch forstliches internationales Publikum
anzieht. Ich rufe Sie, geschätzte Leserinnen und Leser
auf: machen Sie mit im Bergwaldprojekt, leisten sie einen
Einsatz und unterstützen sie die Stiftung finanziell!
Januar, 2010
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