25 Jahre Bergwaldprojekt 1987-2012

 

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Promiworte - Hans Telli

Hans Telli

Hans Telli
Gemeindepräsident Trin Graubünden, Landwirt


 

Als vor knapp zehn Jahren das Bergwaldprojekt mit dem Geschäftssitz und Werkhof in die Gemeinde Trin zog, gab es auch Skeptiker. Rasch wurden sie still, als sie sahen, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bergwaldprojekt anpackten, sogar mit der alten Zweihandsäge, Keil und Vorschlaghammer oder Spalthammer. Wer beherrscht heute noch die alten Holzerntemethoden unserer Väter? Natürlich kennen die Projektleiter des Bergwaldprojektes auch den Umgang mit modernen Werkzeugen und Geräten. Für unsere Gemeinde, und meine Amtskollegen im ganzen Alpenraum, ist es eine Bereicherung, wenn die Projektteilnehmer im Bergwald Einsätze leisten. Oftmals tragen sie bei, dass Aufforstungen und Pflegeeingriffe, die sonst kaum gemacht werden könnten, fachgerecht durchgeführt werden und die Risiken vor Naturgefahren nachhaltig verkleinern. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Forstdienst für beide Seiten vorbildlich und kollegial. Der Erwerb der „Mesaglina“, so heisst die alte Trinser Liegenschaft, deren Ausbau zum forstlichen Werkhof und als Dienstleistungszentrum des Bergwaldprojektes erfolgte, brachte unserem Dorf qualitativ hoch stehende Arbeitsplätze. Zusammen mit den Projektteilnehmern und Leitern im ganzen Bezirk Imboden und Surselva entsteht eine beachtliche Wertschöpfung. So profitieren Nahrungsproduzenten, Vertriebsorganisationen, Pensionen und Freizeiteinrichtungen von den Teilnehmern, die häufig ihren Aufenthalt bei uns gleich noch mit Ferien verlängern.

Wir sind erfreut, dass das Bergwaldprojekt bei uns seinen Sitz hat und immermehr auch forstliches internationales Publikum anzieht. Ich rufe Sie, geschätzte Leserinnen und Leser auf: machen Sie mit im Bergwaldprojekt, leisten sie einen Einsatz und unterstützen sie die Stiftung finanziell!

Januar, 2010